D76.club  - Tennis-Podcast

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00:00:46: Es ist Angela Kerek, um genau zu sein Doktor.

00:00:53: Sie hat Jura studiert und war aber früher Tennis-Profi-Spielerin.

00:00:57: Und immerhin Nummer hundertundvierzig der Weltrangliste ursprünglich aus Rumänien und dann irgendwann nach Deutschland.

00:01:04: wie das alles zustande gekommen ist diese spannende Werdegang und was sie heute macht Das werden wir gleich erfahren.

00:01:10: erst mal herzlich willkommen liebe Angela.

00:01:12: Danke schön

00:01:15: Du bist jetzt schon länger in Deutschland aktiv.

00:01:20: Du warst mal Tennis-Profi, von wann bis wann genau war das der Fall?

00:01:27: Ich habe in und achtundachzig angefangen auf der Profitur zu spielen.

00:01:32: da war ich sechzehn und ich habe gespielt bis sechsundneunzig, da war mich vierundzwanzig Jahre alt.

00:01:38: danach habe ich nochmal vier jahre in der Bundesliga weitergespielt.

00:01:42: aber ja

00:01:44: Und wo hast du Bundesliga gespielt?

00:01:48: Ich habe in Großes Heloë in München gespielt und dann zwei Jahre in Weiden, das war eine Mannschaft die von schwedischen Coaches damals geleitet wurde.

00:02:01: Von einer Familie gesponsort.

00:02:03: zu dem Zeitpunkt waren sie wirklich ziemlich gut.

00:02:08: Wunderbar prima!

00:02:09: Dann hast du Jura... studiert, war es sehr erfolgreiche Anwälte bei einer Großkanzlei.

00:02:16: Hast logischerweise auch promoviert.

00:02:19: Wieso und weshalb?

00:02:20: Und warum?

00:02:21: Da sprechen wir auch noch darüber über welches Thema Verfassungsgerichtsbarkeit in Osteuropa.

00:02:27: Spannendes Thema.

00:02:28: da hast du deine Wurzeln.

00:02:30: wo genau?

00:02:30: in Rumänien?

00:02:32: Ich komme aus Dämmersburg in Rumänen.

00:02:34: Das ist an der westlichen Grenze mit Ungarn und Jugoslawien, damals Jugosawien.

00:02:39: Und mein Hintergrund ist auch ungarisch so dass ich zweisprachig aufgewachsen bin rumänisch-und ungarische.

00:02:47: also eine geteilte Familie wieder sehr üblich in der Ecke mehr Sprachigkeit und Pluralität für Kulturen.

00:02:59: Und nun ist Rumänia ja eine sehr grobes Tennis-Nationen.

00:03:03: Ich erinnere mich an Jon Tyriak, Elinastase.

00:03:08: Gut, Simone Halep ist noch aus Rumänien.

00:03:11: Welche großen rumänischen Tennisspieler hast du damals kennengelernt?

00:03:16: Waren die so ein Teil der Förderung?

00:03:18: Wenn ich mich richtig erinnern war Elinastaas, die ersten Nummer eins da wird, das war in den Neunzeiten, da musst du ja ungefähr dann knapp zehn Jahre alt gewesen sein.

00:03:26: Hatte das irgendwie Einfluss auf deine Tennis-Karriere?

00:03:29: Gab es da einen Stützpunkt, wo dann alle Talente trainiert wurden zentral in Rumänien?

00:03:34: oder wie war

00:03:35: das.

00:03:36: Ja, Tennis hatte schon einen extrem hohen Stand im Land.

00:03:44: Sport war allgemein wie auch in der DDR ein Mittel Leistung zeigen konnte, wie man sich hervorheben konnte.

00:03:55: Tennis hatte mit Zirak und Nastasio noch Virginia Rosic.

00:04:00: Sie hat Roland Garros gewonnen eine sehr gute Vorlage.

00:04:06: was mich mehr beeinflusst hat war der Jahrgang danach.

00:04:12: das war Florin Cegarciano Adrian Marco die Hamm Damals Davis Cup gespielt.

00:04:18: Nach zweiundsiebzig nachdem Ciriaco und Nastasia gegen den USA gespielt haben, gab es drei Davis Cup-Spiele in meiner Stadt.

00:04:28: also das war jetzt nicht selbstverständlich.

00:04:30: die meisten gab's im Bucharest aber Temmelschwa hatte ausgetragen ein Davis Cup mit Chile einen Davis cup mit Argentinien und ein Davis Cup mit Portugal.

00:04:45: Da war ich immer dabei.

00:04:47: Ich war bald Kind, habe die Spieler beobachtet und ich war mittendrin.

00:04:51: Das war eine kleine Stadt, ein kleiner Tennisclub.

00:04:54: Und das hat mich wesentlich beeinträchtigt!

00:04:58: Das letzte Davies Cup-Spiel, das war in den Ebenen, war an der Zeit von zu Montag in Portugal.

00:05:02: Es war sogar ein Monat bevor ich nach Deutschland ausgewandert bin.

00:05:07: Damals war es nicht so selbstverständlich.

00:05:10: Also das war vor der Wende... Und die Art und Weise, wenn wir nach Deutschland gekommen sind war als Touristen.

00:05:19: Wir sind dann hier geblieben mit meinem Vater zusammen.

00:05:21: Meine Familie ist in Rumänien gebliebt also es war nicht alles ganz einfach.

00:05:28: aber um deine Frage zu beantworten wie hatten ein Leistungszentrum im Bucharest.

00:05:32: das war beim Stadion von den zwanzigsten August.

00:05:35: Das war so der Tag der Befreiung und alle großen Tournerinnen, Gewichtsheber, alle Olympianiken.

00:05:44: Die Rumänen hatte und die waren immer gut im Sport, haben den Bucher restrainiert und das Leistungszentrum für Tennis war gerade angeschlossen an dem Olympischen Zentrum so dass wir da auch übernachtet haben und teilweise zusammengespeist aufgehalten haben auf der Anlage.

00:06:04: Und das beeindruckt schon sehr, also damals waren diese Nadja Komanec, die Tournerin, die zum ersten Mal die Note zehn bekommen hat.

00:06:13: Also alles was da war, war damals mit Hochleistung verbunden in Rumänien und so hat es auch auf das Tennis übergeschlagen.

00:06:22: Die Komaneci, die Turnerin, hatte sieben oder acht Gold-Bedaillen geholt?

00:06:26: Ich habe das richtig in der Erinnerung.

00:06:28: Kannst gar

00:06:28: nicht mehr erzählen, ich weiß es nicht mehr.

00:06:30: Eine der erfolgreichsten Sportlerinnen der Welt beziehungsweise Tonnerinnen auf jeden Fall weil wir haben ja ein paar jüngere Hörer hier auch.

00:06:39: und einfach um das ein bisschen einzuordnen du korrigierst mich bitte die Berliner Mauer ist neunzehnundachtzig gefallen deutsche Einheit war neunzentneunzig damals Eisener Vorhang.

00:06:50: in Rumänien herrschte einen schlimmer Diktator Ceausesco Und du nix, insofern das sind ja alles so.

00:06:58: Informationen die jetzt so zehn zwölf zwanzigjährige Hörer von uns vielleicht nicht haben.

00:07:04: Uns ist es noch präsent und dir ist natürlich noch viel präsenter.

00:07:07: also damals war die Situation dramatisch eisender Vorhagen Sowjetunion Ostblock und all die Länder die Du eben aufgezählt hast Ungarn, Tscheches, Duvakai Damals noch zusammen und natürlich auch Rumänien war nicht so demokratisch wie heute, wenn es denn heute lupenreine Demokratien sind.

00:07:28: Das kannst du alles viel besser beurteilen.

00:07:31: Aber was müssen junge Leute wissen?

00:07:35: Wie würdest du das beschreiben?

00:07:37: Enormer Leistungsdruck natürlich!

00:07:40: Ihr habt hart trainiert ganz sicherlich... Wie war das da im Prinzip auch eine Chance dann in den Westen zu kommen, war das eine Motivation für osteuropäische Sportler?

00:07:55: Einige DDR-Sportler von damals haben das geäußert oder ist es nur ein Gerücht?

00:08:01: und stimmt das gar nicht.

00:08:04: Nein, nein auf jeden Fall!

00:08:05: Also das war eine riesige Motivion also überhaupt gut zu sein und durch das Sport hervorzustechen.

00:08:16: Ein ganz kleines Beispiel.

00:08:17: Ich hatte immer irgendeine Sonderbehandlung in der Schule, weil ich die Tennis-Spielerin war und ich durfte fehlen.

00:08:25: Mit mir wurde alles nachgeholt dann durfte reisen aber so wie die anderen auch.

00:08:34: damals im Ostblock in Rumänen durften wir alle zwei Jahre nur das Land verlassen und das unter besonderen Umständen also mit der Familie.

00:08:42: Das weiteste wo wir hingekommen sind war Ungarn im Budapest und wenn man alles gut lief, da sind wir sechzig Kilometer über die Grenze nach Serbien gegangen.

00:08:53: Aber wenn man jetzt eine besondere Leistung erbracht hat, hat man von dieser Regel Ausnahmen gemacht.

00:09:03: Und die Sportler wurden immer irgendwie... angehimmelt.

00:09:07: Also wer geleistet hat, wer die Pokale gewonnen hat Ranglissen das war immer ein Zeichen von ja ich werde besonders oder ein bisschen besser behandelt als der Rest und der Leistungsdruck war hoch.

00:09:23: aber man könnte auch sagen Wir hatten ja auch nichts anderes gekannt.

00:09:29: Weißt du, damals wurde trainiert mit ob dir was wehtut oder nicht?

00:09:33: Ob's schön draußen ist oder ob es regnet oder aufs Vierzig Grad sind hat niemand interessiert.

00:09:38: Training war Training und wir mussten halt machen.

00:09:43: Es gab damals nicht dieses... wie fühlst Du dich?

00:09:47: Kommt das entrinsisch?

00:09:49: Wer motivierte ich?

00:09:50: Es gab halt nur eine Chance und die hat man dann ergriffen.

00:09:53: und wir haben gemacht!

00:09:55: Und entweder das hat dann geklappt, mit noch weiterkommen als die Landesgrenzen ins damals noch nicht einmal vereint.

00:10:03: Der Europa nach Westen – wir sprachen nur vom Westen.

00:10:07: Das war so das Ziel!

00:10:10: Aber der Westen kam ja auch zu uns über diese Davies Cups.

00:10:14: Kam die ganzen Spieler, das war damals Guillermo Villas, José Luis Clerg, die waren damals Weltspitze.

00:10:21: und dieser Weltspitze kam in unsere kleine Stadt und spielte auf unseren kleinen Centercourt.

00:10:26: und da hat man als Kind so einen So ein Geruch bekommen, wie könnte das sein wenn du auch gut bist?

00:10:32: Guck mal da könntest du auch so tolle Anziehsachen haben.

00:10:35: Was hatten dieses Equipment?

00:10:38: Das waren so kleine Sachen aber das war für uns die Welt ja.

00:10:42: Wer war dein Vorbild?

00:10:44: Welche Spielerinnen oder welcher Spieler kann man das sagen?

00:10:47: als zehn zwölf dreizehn Jahre alt warst hast Du jemanden nachgeeifert.

00:10:54: Schwer zu sagen, wir hatten ja Poster damals Zuhause.

00:10:59: Meine ganze Wand war voll mit Poster von Karl-Heinz Rummenigge, Maradona.

00:11:05: Rummennige?

00:11:06: Ja da die deutsche Nationalmannschaft war damals extrem gut Backenbauer.

00:11:12: weißt du das?

00:11:13: wie kam von?

00:11:14: Wie hieß denn diese Zeitschrift Mensch?

00:11:17: jetzt fällt es mir nicht ein aber das war

00:11:19: Kicker oder... Nein einfach für die

00:11:24: Kinder Bravo!

00:11:25: Genau.

00:11:26: Also wenn wir mal bravo aus dem Westen bekommen haben, dann haben die Poster rausgerissen und unsere Wand war tapiziert mit diesen

00:11:33: Vorbildern...

00:11:34: Und das hat für mich damals den Westen repräsentiert was du Madonna auch Sänger und so.

00:11:41: Madonna Michael Jackson Das waren so... Ich würde jetzt nicht sagen ich hatte ein Vorbild aber alles was den Westn repräzentiert hat war an dieser Wand.

00:11:54: Aha, guck mal ich hatte jetzt gedacht dass du einen rumänischen Sportler vielleicht nennen würdest aber dem war nicht so.

00:12:00: Weil ihr... Ich wiederhole mich unglaublich erfolgreich wart im Tennis.

00:12:05: also ihr wart in die Nastase war auf der ganzen Welt bekannt.

00:12:10: Jontiriak dann als Spieler auch erfolgreich?

00:12:14: Nicht so Rhinastase aber auch sehr erfolgreich.

00:12:17: Hast Du die beiden mal getroffen?

00:12:20: Ja, ich hab sie getroffen.

00:12:21: Die waren... Du musst das dir so vorstellen?

00:12:23: Sie waren zwar erfolgreich aber die waren ja nicht mehr zu Hause.

00:12:25: Sie waren ja alle im Westen.

00:12:27: Die Rousich war in Paris.

00:12:29: Die habe ich getroffen glaube ich, in den neunzehnten Neunzig in Paris.

00:12:32: dann haben wir zwei Neunzig den Thirak getroffen und der Nastase war in Florida.

00:12:38: Den haben wir mal besucht als wir da im Bolettiere-Camp waren Aber sie waren nicht gegenwärtig.

00:12:45: Weißt du, sie waren eher sowas wie Legenden.

00:12:49: Okay Verstehe, verstehe.

00:12:51: Paris war das Stichwort, Gwennslam-Tuniere hast du auch gespielt natürlich?

00:12:56: Wie darf man sich das vorstellen?

00:12:59: wie erfolgreich warst du da?

00:13:00: Gab es da ein Highlight, einen Lieblingsgwennslam?

00:13:04: Hast du alle Gwernslam Turnierbe gespielt?

00:13:06: Ich habe sie alle gespielt allerdings alle vier in der Quali.

00:13:10: also das war so.

00:13:10: mein Ziel wäre gewesen Hauptfeld zu sein.

00:13:13: dafür müsstest Du aber oder musst Du heute noch Top-Hundert werden und das ist was mir nicht gelungen ist.

00:13:21: Und ich habe mir aber vorgenommen, egal was es ist, ich spiele alle Grand Slam Turniere.

00:13:29: Das Turnier in Berlin war für mich damals ein Highlight.

00:13:33: Es waren wunderschönes Turnier hier auf der Anlage von LTC Cero twice Immer noch.

00:13:40: Also ich bin nach Berlin gekommen, weil das so wunderschön war in diesem Turnier als ich im Freiburg studiert habe und sich die Frage gestellt hat wohin kam nur berlin infrage?

00:13:50: und seit acht und neunzig, seitdem ich nach berlin gekommen bin, bin ich auch beim älte dc rot weiß Das neue turniere ist jetzt auf rasen.

00:14:04: aber damals waren da hatte noch steffi graf gespielt sabatine gespielt.

00:14:09: Das waren schon andere schöne Zeiten als heute.

00:14:15: Und du hast nicht gegen Graf oder Sabatini gespielt, aber gegen Monika Sellesch?

00:14:21: Genau!

00:14:22: Wo war das der Fall

00:14:24: und

00:14:24: wie kam es dazu?

00:14:26: Das war ein Essen, das war ein Hallenturnier und das war so ein großes Turnier.

00:14:32: da wurde eine Tennis-Halle aufgebaut in der Krugerhalle.

00:14:37: Ich glaube, in der zweiten oder dritten Runde habe ich dann gegen Selesh gespielt und sie war damals Nummer eins.

00:14:42: Und das war für mich schon ein echt großes Ding.

00:14:48: Und ich habe mir vorgenommen, nicht null zu null zu verlieren und ich hab glaube ich sechs ein, sechs zwei verloren.

00:14:55: Aber was dem nachhinein denkst du dir?

00:14:57: Ich habe mich ja mal überlegt dass sich überhaupt gewinnen kann.

00:15:01: das heißt ich bin auf den Platz gegangen wie schlecht verliere ich.

00:15:05: aber ich bin nicht mit dieser Mentalität reingegangen.

00:15:08: ich spiele um zu gewinnen.

00:15:11: Das ist halt so ein...das hängt mir bis heute nach weil wie Du weißt gewinnt oder verliert man die Spiele mentalen auch bevor man auf den Platz gegangen ist und das ist ein Beispiel dafür.

00:15:27: Für diejenigen, die Monika Selle nicht kennt beides beidhändig vorhand und rückhand und ich erinnere mich dass sie unglaublich laut gestöhnt hat und dafür auch kritisiert wurde wie stehst du zu diesem Thema?

00:15:42: gibt es ja heute auch einige Spielerinnen also fast schreien und nicht nur laut stöhnen.

00:15:48: Sollte das eingegrenzt werden?

00:15:50: oder sagst du mein Gott, wenn es anstrengend ist so soll's halt sein?

00:15:55: Ja es weiß du.

00:15:56: Das ist jetzt nicht so eine Sache die man so extrem gut kontrollieren kann.

00:16:01: und ja manche steinen ein bisschen vielleicht zu laut.

00:16:04: aber also ich kann zum Beispiel nicht tonlos spielen und es gibt auch extrem weniger Spieler.

00:16:10: die Federer war einer der tonlos gespielt hat.

00:16:15: Aber ansonsten muss man... Druck, der aus dem Körper rauskommen muss.

00:16:20: Und das kommt halt eben durch Türen.

00:16:21: Es kommt irgendwie... Das Ganze verbieten wird es nie möglich sein, weil dann würdest du die halbe Tour aussperren aber ja manchmal stört's.

00:16:32: Aber damit muss man fertig werden denke

00:16:35: ich.

00:16:36: Insgesamt warst Du acht Jahre Tennis-Profi.

00:16:38: Hattest Du erzählt von Eighty bis Sechsundneunzig?

00:16:42: Hast auch Fettkapp natürlich für Rumänien gespielt und Warst dort auch sicherlich dann sehr erfolgreich?

00:16:50: Konntest du gut in den acht Jahren von den Einnahmen leben oder war das schwierig, immer so von Jahr zu Jahr zu entscheiden, mache ich noch ein Jahr oder höre lieber auf.

00:17:02: Oder war das ohne Probleme

00:17:04: möglich?".

00:17:06: Das war jetzt im Nachhinein möglich ohne Probleme.

00:17:10: Das hing natürlich auch damit zusammen, dass das was wir in der Bundesliga verdient haben auch geholfen hat.

00:17:17: also nur von dem Preis gerne nicht.

00:17:18: damals viel viel viel niedriger waren kann man gar nicht mehr vergleichen Hat man ein gutes Leben gehabt.

00:17:25: aber ich habe jetzt nicht Soviel Geld zur Seite gelegt dass ich danach gut leben konnte sondern es war halt das Leben was sich da geführt habe und Während des Studiums habe ich noch vier Jahre lang Bundesliga gespielt und musste oder habe damit mein Geld für meinen Studium verdient.

00:17:45: Also, ich hab es weiter finanziert sozusagen.

00:17:48: Kannst du uns summen?

00:17:49: Ich meine das ist über dreißig Jahre her!

00:17:50: Ich habe vollkommen Verständnis wenn du das nicht machen möchtest also soll nicht indiskret sein.

00:17:55: aber ich habe mit vielen Ex-Profis gesprochen die auch hier und da dann paar Zahlen gedroppt haben einfach damit man so eine Idee bekommt.

00:18:02: Aber no offence

00:18:06: Ich würde gerne, es schwer zu beziffern.

00:18:11: Weil damals wurde das auch nicht... Niemand hat's damals irgendwo in irgendeinem Computer gezählt.

00:18:20: Also jetzt sozusagen

00:18:23: für die Bundesliga finanzieren?

00:18:27: Nicht nur mit der Bundesliga plus Preisgelder!

00:18:30: Und mit der Bundesliga waren wir schon damals so bei, weiß ich nicht.

00:18:36: Fünf bis zehn Tausend Mark pro Spiel und dann je nachdem wie viel man gespielt hat ist dann zusammengekommen weil sie manchmal waren es glaube ich acht Spiele.

00:18:44: Ich kann mich gar nicht mehr erinnern.

00:18:46: Lass das mal vierzigtausend gewesen sein in dem Markt.

00:18:51: Und den Rest musstest du dazu verdienen um was das dann war weiss ich nicht Wie heute auch.

00:18:58: Wir haben uns selbst finanziert, also das Geld war dazu da um zu reisen, um Trainer zu bezahlen und alles zu bezahlen sozusagen.

00:19:07: wir waren Unternehmerinnen in dem Sinne so wie die Spieler dass heute auch sind.

00:19:13: Und du warst überwiegend verletzungsfrei anscheinend.

00:19:16: oder hast Du auch mal Kreuzbandris gehabt?

00:19:18: Oder eine schlimme Verletzung

00:19:21: nicht während ich gespielt habe.

00:19:22: Kreuzpandriss hab ich danach bekommen.

00:19:25: aber Also da kann ich nur sagen, da habe ich Glück gehabt beziehungsweise.

00:19:31: Ich hab da bewusst auch nicht so gepusht dass ich den Eindruck hatte ich mach mein Körper kaputt aber selbstverständlich tut ihr

00:19:40: immer

00:19:40: irgendwas weh.

00:19:41: die Frage ist halt nur wie sehr

00:19:44: Stimmt Dann hast du siechstundneinzig eine Karriere beendet und wie lange dann kein Schläger mehr angefasst?

00:19:53: Ja, also ich habe dann vier Jahre noch eben für die Bundesliga gespielt um ein Studium zu finanzieren und danach aber hab' ich fast fünfzehn jahrelang keinen Schläge angefasst.

00:20:05: Also null Komma Null?

00:20:07: Null KommaNull ja!

00:20:13: Hink auch ein bisschen damit zusammen, dass ich meinen Kreuzband so nach und nach gerissen habe.

00:20:17: Mal mit Beach Volleyball mal mit Skifahren mal mit irgendwas Und irgendwann war es dann ganz durch.

00:20:23: aber Ich habe den Schläger wieder Zwanzig Sechzehn angefasst.

00:20:29: also

00:20:29: Wie war das?

00:20:30: Erinnerst du dich und wie kam's dazu, dass du nach fünfzehn Jahren gesagt hast jetzt Hast Du ja einen alten Schläge wieder aus dem Schrank geholt oder mit neuen modernen Schlägen gespielt.

00:20:40: Ich habe den Alten aus dem Schrank gehört, das war ein Prinzschläger.

00:20:44: Und die Prinze?

00:20:44: hast du gespielt?

00:20:46: Ja und dann musste ich hier fahren, dass Prinz als Firma keine Schläger mehr herstellt.

00:20:50: Das heißt, ich war einzigartig mit meinen alten Prinz-Schlägern.

00:20:53: Aber

00:20:56: wie war das?

00:20:57: Erinnerst du dich?

00:20:59: Ja klar ganz gut extrem gut um ehrlich zu sein.

00:21:02: also...

00:21:02: Wie Fahrradfahren?

00:21:06: Nein aber jedenfalls nichts.

00:21:10: Ja, vielleicht wie Fahrradfahren.

00:21:11: Ich bin jetzt so kein großer Fahrradfahrer, aber ich habe den Schläger angefasst und das war als ob nichts keine Zeit vergangen wäre.

00:21:18: also von dem Gefühl her und von dem wie sich es angefühlt hat oder wie ich dachte ich muss es wieder anfüllen und so Das war ganz toll.

00:21:29: Also ich konnte nur nicht richtig schnell oder gut laufen wegen meinen Knie und so.

00:21:34: Aber das Gefühl in der Hand ob du dann ein Jahr nicht spielst oder fünf, oder dann stell dich fest fünfzehn.

00:21:42: Macht das keinen Unterschied?

00:21:43: Es bleibt!

00:21:45: Und wie kam es dazu dass du dann wieder angefangen hast?

00:21:51: Das kam.

00:21:52: ich war zehn Jahre in Frankfurt zum Arbeiten zwischen zwei tausend sieben und zweitausend sechzehn fast.

00:21:58: und und dann kam ich wieder zurück nach Berlin.

00:22:01: Dann bin Club gegangen, fängst an so das Gefühl wieder zu bekommen wie es in der Stadt war und der Club war für mich immer ein ganz tiefes Anker dafür wie ich hier in der statt bin.

00:22:16: Und dann habe ich plötzlich die alten Jungs aus der Mannschaft gesehen, sie sind teilweise Trainer.

00:22:22: und dann hab' ich mir gedacht Mensch du musst das wieder, du musst dieses Gefühl wie diesen Klang, du muss das wieder fühlen ein paar Jahre lang, ehrlich gesagt Trainerstunden genommen von den Jungs die früher in der Mannschaft waren.

00:22:38: Weil ich wollte dieses Trainieren, weißt du?

00:22:42: Ich wollte dieses Bälle schlagen!

00:22:45: Ich wollte hundertmal über das Netz schlagen und das war ein extrem gutes Gefühl.

00:22:52: Du brauchst halt jemanden mit gutem Rhythmus, die einfach dem Ball zuspielt damit ich mich nicht bewegen muss.

00:22:58: Da

00:22:58: habe ich gemerkt, Mensch nicht schlecht.

00:23:00: Dann hatte ich meinen Kreuzband wieder hergestellt.

00:23:06: Das war ein Meilenstein weil mir das damals so abgespeichert hab.

00:23:11: zu meiner Zeit wenn du dein Kreuzband reißt dann war es da's und dann stellte ich fest irgendwie fünfzehn Jahre später die Chirurgie hat sich ja auch weiterentwickelt Und ich habe ein neues Kreuzband bekommen und seitdem ist mein Leben wieder ganz anders aktiv.

00:23:32: Ich bin so fit teilweise jetzt mit, wie ich in den letzten Jahren beim Tennis nicht war weil ich anders trainiere.

00:23:42: Spielst du Punktspiele oder spielst nur just for fun?

00:23:46: Nur für mich!

00:23:48: Warum keine Punktspielen?

00:23:49: Keine Lust.

00:23:50: Oder wenn der Mannschaft fragen würde, wir wollen deutscher Meister werden angelangt?

00:23:53: Wie sieht es aus für den Bundesliga Endrunde da am Fünfzig?

00:23:58: Ja haben die ja gefragt.

00:23:59: Fragen jedes Jahr.

00:24:00: Aber nein irgendwie ich habe dieses Bedürfnis nicht mehr Punkte zu spielen.

00:24:06: Ich habe das Bedürftnis nicht gewinnen zu müssen auf dem Platz.

00:24:10: Das einzige Bedürfen ist was sich fühle ist dass ich irgendwie dieses Bälle schlagen.

00:24:17: Ich möchte beim Trainieren mich verausgaben.

00:24:20: Das ist das, was ich fühle und das mache ich.

00:24:24: Beim Spielen muss ich so laufen wie mein Körper mir das nicht mehr erlaubt oder ich muss dann sehen, wie ich nicht mehr spiele.

00:24:33: Ich spiele Punkte aus im Training aber ich spiele keine Mannschaften.

00:24:38: Und ein zweiter Grund ist dass der ganze Tag auf dem Tennisplatz Das fühlt sich nicht mehr gut an für mich, also ich möchte es nicht wieder machen.

00:24:53: Damit stehst du auch nicht alleine!

00:24:54: Ich habe hier ja, ich weiß nicht mit zwanzig oder mehr ehemaligen Top-Profis gesprochen und die wenigsten haben Lust auf Matches und Punktspiele, sondern genau das was Du eben beschrieben hast, hab' ich schon ganz, ganz oft gehört von vielen Ex-Profi's.

00:25:13: Damen und Herren... Hier einfach sagen, ich möchte den Ball im Schläger fühlen und das reicht mir vollkommen.

00:25:20: Ja.

00:25:21: Spannend!

00:25:22: So dann hast du eine beeindruckende Karriere hingelegt, Jura studiert, komoviert... Ich finde es immer spannend auch über solche Themen zu sprechen ...und dann eine super Karrierei hingelegt bei einer Großkanzlei.

00:25:40: Warum Jura?

00:25:41: Und was müssen wir über die Promotion wissen.

00:25:45: Mein Lieblingsfrage in solchen Gesprächen ist eigentlich immer, wie würdest du einem zehnjährigen Kind erklären vorüber du promoviert hast?

00:25:56: Gute Frage!

00:25:57: Also das Jurastudium kam so ein bisschen auf gut Glück... Ich war damals in einen jungen Verliebter, der gerade angefangen hat Jura zu studieren und ich habe lange überlegt was sich machen will.

00:26:11: Ich hab überlegt Sprachen zu studiern oder Psychologie aber ich habe mich dann in seine Vorlesung reingesetzt und so ein bisschen mitgehört und fand das extrem spannend was da unterrichtet wurde.

00:26:25: insbesondere fand ich es spannend jetzt aus dem Osten kommt diese Aussicht zu haben, dass ich lerne wie ein Rechtsstaat funktioniert.

00:26:34: Also ich kam aus dem Kommunismus, aus dem totalitären Staat und jetzt bot sich die Gelegenheit es zu lernen wie das ist wenn es gut ist weil für uns war der Regierung immer schlecht.

00:26:49: also die Diktatur war für uns nichts Gutes so und jetzt war die Chance da zu gucken ja Was muss man machen, damit das gut läuft?

00:26:59: Wie ist ein Staat aufgebaut, der funktioniert.

00:27:04: Und das hatte für mich auch diesen Scham dass ich ganz viel von allgemein Bildung die ich aus der Schule versäumt habe mir hofft hab nachzuholen und es hat sich auch bewahrheitet.

00:27:16: also... Es gibt ja ganz viele so Nebenfächer und Geschichte und Philosophie lernen muss um die Funktion des Staates mit zu verstehen im Kontext der Geschichte.

00:27:31: Das wurde da geboten und wir hatten ganz tolle Lehrer.

00:27:34: in Freiburg, habe ich angefangen Verfassungsrichter und so der Creme à la crème sozusagen im juristischen Bereich.

00:27:46: Und dann kam ich nach Berlin und lernte den Verfassungsrechtler und Roman Schreiner, Schreiber Bernhard Schlinken.

00:27:58: Bei ihm habe ich ganz viele Seminare gemacht und motiviert durch ihn habe ich dann promoviert.

00:28:10: Und weil er verfassungsrechtler war, hat er mich immer wieder gefragt ob das für mich keine Option ist irgendwie in der rumänischen Politik was zu tun oder wie könnte man Rumänien wieder unterstützen?

00:28:23: und so kam die Idee.

00:28:26: dass wir darüber schreiben, wie nach der Wende in den Neunzeiten der ganzen Osten auf einmal die mussten sich transformieren aus einer Diktatur in eine Rechtsstaat.

00:28:39: Das war der Anspruch, den sie an sich hatten und jedes Land hat ein Prozess eingeleitet um Rechtsstaats zu werden und zwar unmittelbar aus einer Diktatur und jedes land hat das ein bisschen anders gemacht Weil ihre Vorbilder für die Rechtsordnungen immer andere waren.

00:29:02: Also zum Beispiel orientiert sich Rumänen extrem stark an die französische Rechtsordnung und Ungarn, weil ich die Sprache auch spreche das bot sich an orientiert sich extrem stark an der deutschen Rechtsordnung und dann an der amerikanischen Rechtsordnung.

00:29:21: So, um das zu gucken was machen die?

00:29:24: Und was übernehmen sie, was Deutschland fünfzig Jahre lang aufgebaut hat?

00:29:28: Was übernehmen Sie als Paket, um sich selbst zu transformieren?

00:29:34: Für ein Zehnjährigen ist es so dass man sagen kann naja Ein Staat funktioniert ganz gut.

00:29:41: Es muss aber jemand sein, der ganz am Ende auch entscheidet ob die Gesetzgeber, die die Gesetze machen und die Richter.

00:29:49: Und die Verwaltung, ob das alles gut funktioniert?

00:29:53: Das ist immer das Verfassungsgericht als letzter Instanz.

00:29:57: Diese Gerichte hatte Osten dann nach und nach in jedem Land erschaffen.

00:30:05: Darüber habe ich geschrieben.

00:30:08: Okay, spannend!

00:30:09: Und dann warst du anwälten, welches Fachgebiet hast du denn da gewählt?

00:30:15: War es dann auch Schwerpunkt Osteuropa oder war es einfach ein anderes Gesellschaftsrecht oder welches Rechtsgebiet bar ist.

00:30:25: Also ich habe Finanzierungen gewählt.

00:30:27: also das ist Unternehmensfinanzierung und ganz platt gesagt ist es dass jedes Unternehmen braucht Geld und sehr oft kommt dieses Geld von der Bank.

00:30:41: Die Mittel wie Bank, Geld an Unternehmen gibt es in Darlins Verträge.

00:30:45: Und diese großen Darlins-Verträge habe ich jetzt in den letzten zwanzig Jahren gemacht und es kam dazu weil ich mich in einer Zeit beworben hab.

00:30:54: das war im Jahr ein Jahr vor der großen Finanzkrise in dem Jahr eight als alles stehen geblieben ist.

00:31:04: Es gab einen extrem hohen Bedarf für Finanzierungen Und so bin ich eingestiegen, in Frankfort in einer englischen Großkanzlei und habe dann den Leistungssport, den ich hinter mir gelassen hab auf dem Platz, in Transaktion weitergetrieben.

00:31:25: Ja, schöne Stichwort!

00:31:27: Welche Parallien gibt es da zwischen Tennis-Profi Dasein und Juristensein?

00:31:34: Ja, ganz viele.

00:31:36: Die Frage ist immer, merkt man das sofort?

00:31:39: Ich habe ein paar Jahre gebraucht um zu verstehen warum ich in einem Fachbereich, zu dem ich keine Ahnung hatte irgendwie, ich wusste nicht was eine Finanzierung ist und ich bin ziemlich schnell ziemlich gut geworden!

00:31:50: Und ich habe mich irgendwann mal später gefragt, warum denn

00:31:52: eigentlich?!

00:31:55: Und ja... ich begreife die Sachen ganz schnell aber Das, was ja am meisten geholfen hat war dieses Durchhaltevermögen.

00:32:05: Diese Ambitionen wie wir trainiert haben um gut zu sein und besser auf dem Tennisplatz.

00:32:12: Das Gleiche habe ich eins zu eins in die Juristerei übertragen.

00:32:19: Ich war halt immer die, die am zuletzt aufgegeben hab.

00:32:22: Weißt du?

00:32:23: Alle anderen konnten noch irgendwie nicht mehr und ich habe noch eins drauf gesetzt – und noch eins!

00:32:27: Weißt

00:32:27: Du?!

00:32:28: Noch ne Vorhandgross nochmal, noch eine Rallye bis der andere umfällt.

00:32:33: Und dieses Durchhalte vor Gemügen und diesen Willen gut zu sein, das habe ich ganz eindeutig aus dem Sport rübergetragen.

00:32:47: Spannend.

00:32:48: Und dann hast du irgendwann gesagt, jetzt ist Schluss.

00:32:52: Jetzt möchte ich nicht mehr Anwälte in einer Großkanzlei sein?

00:32:56: Was kamen denn?

00:33:00: Ich hatte ja bevor... ich bin aus der Kanzlei als verbunden.

00:33:08: Ich berate aber weiterhin von zu Hause.

00:33:10: Ich habe zwei, drei große Mandanten die mit mir den Weg weitergehen und ich habe halt einfach nur gemerkt es mir nicht genug, was ich da mache.

00:33:22: Ich konnte mich nicht vorstellen nochmal fünfzehn Jahre lang bis meiner Pensionierung weiterzumachen.

00:33:28: und wie in jedem Beruf weißt du hast eine steile Kurve am Anfang und irgendwann mal flacht das auch ab und dieses Leistungssport in mir ist halt in die Zellen irgendwie festgeschrieben Und ich hatte den Eindruck, okay das muss noch was kommen irgendwie.

00:33:47: Wir können jetzt nicht abflachen mit fünftig.

00:33:49: In welchem Jahr war es?

00:33:51: Um zwei tausend vier also sind zweieinhalb Jahre jetzt.

00:33:54: Zwei Tausend Vier?

00:34:00: Zweitausend

00:34:02: viertundzwanzig

00:34:03: Entschuldigung.

00:34:06: Ja ok alles da wunderbar.

00:34:07: Er kommt mal

00:34:09: wenig.

00:34:11: Ja,

00:34:11: und dann habe ich mit meinen ehemaligen Tennis-Trainer hier von Rotweiß noch ein Buch geschrieben.

00:34:16: Das heißt Winning Inside.

00:34:18: Und da haben wir uns damit beschäftigt was machen Leistungssportler mental gut um die Leistungen abzurufen wenn es erforderlich ist?

00:34:28: Wie können wir das ins Business übertragen?

00:34:30: Und das haben wir glaube ich im Jahr zweitausendundzwanzig geschrieben und ich habe gefühlt okay das sind so Sachen die beschäftigen mich immer noch.

00:34:37: weißt du Die erste Hälfte deines Lebens hast du deine Tenniskarriere und für das restliche Leben verarbeitest du dann, was damals passiert ist.

00:34:47: Und dieses Buch war der erste Schritt dazu und ich habe dann immer mehr angefangen Leute zu coaching irgendwie innerhalb der ganze Leih.

00:34:58: dann habe ich mir gedacht, naja in Unternehmen läuft auch immer einiges schief.

00:35:02: und dann hab' ich einen Sohn Welbing-Programm aufgesetzt und durchgeführt für ein paar Jahre.

00:35:09: Und das waren so Themen die ich gemerkt habe, die sind von der Struktur her und vom Inhalt her so dass sie mich für mein restliches Leben beschäftigen können.

00:35:21: Das war mit dem Mitterjuristerei nicht mehr der Fall!

00:35:25: Und dann habe ich angefangen, auf diesen Themen aufzusetzen und während ich in der Kanzlei war schon ein erstes Start-up aufgebaut.

00:35:34: Damit bin ich irgendwie so ein bisschen gescheitert weil ich zu viel wollte, zu schnell... Was

00:35:40: war das für ein Start up?

00:35:43: Das war ein Start Up gemessen hat wie gut es den Leuten geht subjektiv und wie das zusammenhängt mit den Finanzergebnissen der Corporates.

00:35:56: Also es gibt Studien und ist ganz klar nachgewiesen, dass das wie sich die Mitarbeiter im Durchschnitt fühlen korreliert damit wie profitabel das Unternehmen.

00:36:11: Die Kausalität ist nicht hundertprozent, aber die Korrelation ist da und es gibt kein Tool auf dem Markt, den ihr eins zu eins übersetzt.

00:36:20: So geht das deine Mannschaft.

00:36:23: auf der Skala von eins bis zehn bist du bei sechs und da hast du die Profitabilität X. wenn du aber bei zwei bist dann singt eine Profitibilität aus Y. Und so ein Tool wollte ich bauen und ich kann's nach wie vor bauen nur irgendwie war das zu viel.

00:36:42: Und dann habe ich einen Teil davon, dieses Descoaching-Teil was auch in diesem Startup drin war.

00:36:47: Habe ich rausgenommen und hab es auf meiner eigenen Plattform aufgebaut und baute das nach wie vor weiter auf.

00:36:56: Dann bin ich letztes Jahr eingestiegen in ein Start up was so ganz ähnlich abläuft wie ich das damals machen wollte.

00:37:04: Das heißt Active Giving und konzentriert sich darauf dass sich Leute bewegen und übersetzt das dann in Umwelt, um seinen Umweltimpakt.

00:37:17: Also ganz platt gesagt du läufst einen Kilometer, du kannst ein Kilogramm Plastik aus den Flüssen holen oder duläufst ein Kilometer und du pflanzt dein Baum Und umso mehr deine Mannschaft läuft und um so besser sie miteinander konkurriert es sind so Challenges desto besser geht es den Leuten, weil was sozusagen im Grunde genommen fehlt immer das dass wir uns zu wenig bewegen.

00:37:41: Wir sitzen die ganze Zeit weißt du?

00:37:42: Wir sitzen in unseren Köpfen und wir verlieren so den Anschluss zum Körper zur Bewegung Und dadurch verlieren wir Energie.

00:37:53: und wenn du keine Energie hast bist du nicht profitabel und kannst keine Leistungen bringen.

00:37:58: also Platt gesagt ist das wo ich angekommen bin.

00:38:04: Aber das Thema ist immer das Gleiche.

00:38:06: Was muss ich denken, um mich mehr zu bewegen?

00:38:09: Wenn ich mich bewege, was ändert sich bei mir und wie veränder' ich meine Umwelt?

00:38:14: Wie schütze ich meine Umwelt, dass ich so lange wie möglich in der schönen Natur laufen kann?

00:38:21: Und wer Interesse hat, der kann oder Tende schwiegen auch!

00:38:25: Wer Interess hat, der kann sich natürlich dann an dich wenden.

00:38:27: Ich werde deinen LinkedIn-Profil in die Shownotes packen und wer möchte, kann sich ja bei dir melden.

00:38:34: Und wie heißt dieses Sporttec Startup?

00:38:40: Das heißt Active Giving.

00:38:41: Also Aktives geben im Sinne von ich bin aktiv und gebe zurück an die Natur.

00:38:49: Und das ist auch eine App, die man downloaden kann.

00:38:52: Ist es korrekt?

00:38:53: Ja, das ist eine App.

00:38:54: Die gibt es schon seit fünf Jahren und wir haben sie gerade neu gestaltet im App Store ja.

00:39:00: Wunderbar prima!

00:39:01: Das packe ich alles in die Shownotes dann kann man sich ja logischerweise an dich wenden.

00:39:07: Ich bin mir nicht sicher ob du weißt dass ich mit fast allen meiner Gäste das Tennis-Abitur mache.

00:39:14: Das ist ganz harmlos Und im Prinzip stelle ich dann meinen Gästen nur kurz zwei drei vier Fragen Übers Tennis, einfach recht unterhaltsam hoffentlich und gar nicht so ernst gemeint.

00:39:28: Also keine Sorge!

00:39:29: Bist du bereit?

00:39:31: Dann würde ich dir die Zwei-Drei-Fragen stellen.

00:39:36: Ja?

00:39:37: Wunderbar!

00:39:38: Prima!

00:39:39: Du kommst ursprünglich aus Rumänien.

00:39:43: Boris Becker hatte ja mal ein Manager aus diesem Land.

00:39:47: Weißt du wer das war?

00:39:50: Günter Bosch

00:39:53: Das war sein Trainer.

00:39:54: Ah, so!

00:39:54: Sein Manager

00:39:56: Jhon Tiriak.

00:39:56: Entschuldigung.

00:39:57: Jhon...Jon Tiriack?

00:39:59: Das wäre aber die nächste Frage gewesen.

00:40:01: Insofern hast du die ersten beiden Fragen... Du hast richtig antizipiert.

00:40:05: wie beim Tennis ist ja wichtiges.

00:40:06: Die nächste Frage wäre nämlich gewesen wär aber sein Trainer Beide ursprünglich aus Rumänien?

00:40:12: Günter Bosch hast du ja sicherlich denn auch in Berlin sehr häufig getroffen oder?

00:40:18: Ehrlich gesagt nein Also ich habe ihn hier nicht gesehen.

00:40:20: War wahrscheinlich vor meiner Zeit dass er in Berlin war.

00:40:23: Ah, okay.

00:40:24: Ich hab gedacht der sitzt da immer noch irgendwo auf der Terrasse und trinkt Kaffee oder aber...

00:40:30: Nicht bei Rotweiß?

00:40:31: Dann bei Blauweiß wahrscheinlich!

00:40:35: Okay, also dritte Frage, Ion Tiriak.

00:40:40: Huter Tennis-Spieler war vorher für Rumänien in einer anderen olympischen Sportart aktiv.

00:40:50: Jetzt gucke ich dir ins Gesicht.

00:40:53: Siehe ich ein Fragezeiten auf der Stirn oder einen Ausrufezeichen?

00:40:59: Soll ich dir einen Tipp geben.

00:41:02: Eine Wintersportart, der war für eine olympische Wintersporthat.

00:41:08: jetzt weiß ich gar nicht wann.

00:41:10: irgendwann in den sechziger Jahren glaube ich war er bei Olympia im Eishockey

00:41:18: Eishockey!

00:41:19: Ja,

00:41:19: das war mir nicht bewusst.

00:41:22: Er kommt aus einer Stadt die ist in den Bergen, er kommt aus Kronstadt, die heißt Prashov.

00:41:28: Das wundert mich jetzt nicht aber ich wusste nicht dass er bei Olympia war.

00:41:35: Also Kronstad ist eine der Zentren für Skifahren in Rumänien.

00:41:41: Ah ja ok guck mal gut zu wissen.

00:41:43: und letzte Frage, das ist natürlich ein Eine Frage, die kannst du eigentlich gar nicht wissen.

00:41:50: Aber wer ist denn hier beim SV Blankenese Trainerin geworden?

00:41:53: Vor einem Jahr aus Rumänien stammend!

00:41:58: Ist es vielleicht Florentina Kurbene?

00:42:03: Richtig und wir sind sehr froh dass sie hier ist.

00:42:07: Ich werde schöne Grüße ausrichten in beide Richtungen.

00:42:11: natürlich Danke schön Und werde ihr dann auch natürlich den Link zu dieser Folge mal zusenden Mal gucken, ob sie sich dann die Folge anhört.

00:42:21: Insofern gibt es einige sehr gute Tennis-Spielerinnen, die dann in Deutschland gelandet sind.

00:42:29: Also herzlichen Glückwunsch zum Bestehen des Tennis Abiturs.

00:42:34: Danke!

00:42:34: Dann heißt das ich habe bestanden obwohl... Selbstverständlich hast du bestanden?

00:42:41: Ich würde sagen eine gute Zwei Plus aber fast alle kriegen die Note zwei plus.

00:42:46: also sofern Ja, letzte Frage von meiner Seite.

00:42:51: Wenn Deutschland gegen Rumänien spielt?

00:42:53: Davis Cup oder Fed Cup – für wen fliegt dein Herz?

00:42:59: Schwert zu sagen!

00:43:01: Wirklich schwer zu sagen weil irgendwie das ist nie so dass man sich Rumänen hinter mir lasse ganz im Gegenteil manchmal kommt das hoch aber für Deutschland bin ich auch immer.

00:43:16: Es schlagen zwei Herzen

00:43:17: darauf an.

00:43:18: Ja, es schlaggen zwei Herze und wahrscheinlich kommt es darauf an welcher Spieler gerade spielt.

00:43:23: aber

00:43:24: ich wünsche beiden dass sie gewinnen und ich kann jetzt nicht gegen den einen oder den anderen sein.

00:43:30: ja.

00:43:31: Hast du aktuell ein Favoriten oder eine Spielerin die du besonders gerne magst von den Profis?

00:43:41: Oder bist du relativ neutral?

00:43:43: Ich bin ein bisschen neutral.

00:43:45: Ich muss sagen, ich bin in der letzten Zeit wieder eingestiegen und verfolge das mehr.

00:43:50: also in den letzten fünf Jahren.

00:43:52: davor habe ich diese fünfzehn Jahre gegen auch damit einer her dass sich eine ganze Generation verpasst habe weil mich weil ich mich dafür nicht interessiert habe.

00:44:01: Aber jetzt mit dem Turnier in Berlin interessiere ich mich ein bisschen mehr dafür.

00:44:06: Ich finde Koko Gov ganz toll hier zu sehen, wie die jetzt spielen auch auf Rasen im Berliner.

00:44:13: Das ist schon eine ganz andere Liga im Vergleich dazu, wie ich das damals gesehen habe und wie wir damals gespielt haben.

00:44:22: Das weiß ich nicht... Es ist ein absolutes Vergnügen!

00:44:26: Und es ist so schön zu sehen wenn sie spielen.

00:44:30: Also diese Geschwindigkeit und was für Athleten das sind, Athletinnen.

00:44:37: Das ist einfach ein Genuss für mich.

00:44:42: Prima!

00:44:43: Famous last words bevor ich dich bitte schöne Grüße ausrichten an Markus Zöcke.

00:44:48: der war ja auch schon zu Gast vor langer Zeit.

00:44:51: ihr kennt euch sicherlich gut.

00:44:53: Insofern herzliche Grüße an ihn.

00:44:56: war auch sehr, sehr unterhaltsam die Folge, die ich mit ihm aufgenommen habe.

00:45:00: Aber auch schon ungefähr drei Jahre her würde ich schätzen.

00:45:04: Ja, famous last words.

00:45:05: gibt es etwas was ich vergessen habe zu fragen oder was du jetzt noch gerne erwähnen möchtest?

00:45:12: An die jungen Leute irgendwie never give up und es ist nie zu spät um sich neu zu erfinden, um irgendwas Neues zu machen.

00:45:21: Man fängt nie bei null an und man braucht einfach nur Mut.

00:45:25: und ich kann nur ermutigen alles auszukosten und alles auszuprobieren wozu man Lust hat und nicht dazu was man angeblich tun sollte sondern viel mehr was man tun möchte.

00:45:37: Wunderbar!

00:45:39: Dann... bedanke dich sehr herzlich für deine Zeit, für die Einblicke und wünsch dir alles Gute!

00:45:45: Für deine weitere Karriere.

00:45:48: Und natürlich auch auf dem Tennisplatz... Was wünscht man?

00:45:51: Nicht heiz im Beinbruch sondern immer eine schöne Bälle von der Grundlinie.

00:45:59: Viel Glück einfach,

00:46:02: weiß ich

00:46:03: nicht.

00:46:03: Viel Glück.

00:46:03: Danke.

00:46:04: Ganz liebendank hat mich sehr gefreut.

00:46:11: Tschau.